Die andere Seite des Erfolgs und warum der Erfolg uns leichtsinnig und dumm machen kann

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Viele von uns sehnen sich ständig nach Erfolg. Erfolg im Beruf, Karriere, Erfolg in privatem Bereich. Dabei stellt sich die Frage, was Erfolg überhaupt ist? Oft wird Erfolg als das Erreichen eines definierten Ziels verstanden. „Wenn ich die lang angestrebte leitende Position endlich bekommen habe, bin ich erfolgreich.“ Oder: „Wenn die kleinen Zwischenschritte meines Projektes herausragend laufen, sehe ich mich auch erfolgreich.“ Im idealem Fall mit allem, was dazu gehört – Anerkennung des Vorgesetzten, Macht, finanzielle Belohnung, Zufriedenheit und einfach das Glücksgefühl, unschlagbar zu sein … das Leben läuft wie erträumt und ein Erfolg folgt dem anderem. Ist das nicht genau das, was viele sich unter Erfolg vorstellen?

Heute möchte ich allerdings eine andere Seite des Erfolges betrachten, und sage einfach: Erfolg macht uns leichtsinnig und dumm … und ich sehe schon wie die Emotionen in manchen beim Lesen aufsteigen, die mir am liebsten sagen würden – „Moment mal, ohne Erfolg gäbe es doch nicht die weltbekannten Firmen“ und „Wir würden uns irgendwie deprimiert vorkommen, wenn wir ständig versagen würden!“ Stimmt … allerdings, ist es wirklich so gut, immer Erfolg zu haben?

Stellen Sie sich die Banker und Börsenmakler vor, die immer nur Erfolg haben und immer mehr und mehr ohne Rücksicht auf Verluste investieren … weil sie ja nur den Erfolg kennen … bis sie irgendwann das Spiel verlieren …. und die ganze Welt muss dafür bezahlen. Kommt die Geschichte Ihnen bekannt vor?

Oder wir schauen uns die Firmen an, die früher sehr erfolgreich waren und sich immer mehr auf ihre Produkte versteift haben, wie jemand, der in sich verliebt ist und fest davon überzeugt ist, dass der Erfolg immer bleibt. So vertieft man sich manchmal in den eigenen Erfolg und wird dabei blind. In Firmen höre ich öfters “never change the running system”. Den Trend zu verpassen, wenn man zu viel vom eigenen Erfolg überzeugt ist, kann schneller passieren, als man denkt.

Gehen wir kurz in ein Labor. Dort steht die Sicherheit an erster Stelle – safety first, sagt man hier. Nun gut, für alles ist gesorgt, die Mitarbeiter sind geschult, auf die Sicherheitsvorkehrungen wird stets geachtet und Monate oder sogar Jahre läuft alles glatt, keine Unfälle … so, fangen mache Mitarbeiter an, unvorsichtig und nachlässig zu werden … bis es irgendwann doch zu einem Unfall kommt. Auch dieses Szenario ist mit Sicherheit denjenigen bekannt, die selbst im Labor arbeiten.

Im Leben ist es wichtig, Erfolge zu haben, und noch wichtiger ist es, sich ständig weiter zu entwickeln. Es geht nicht darum, die Fortschritte schnell zu erkennen, sondern es geht darum, nicht stehen zu bleiben …

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